Interne Revision - eine moderne Dienstleistung

Ist Interne Revison ein Beruf? Handelt es sich dabei um ein Berufsbild? Die Antwort auf die Frage ist ein klares Jein.


Es gibt folgende Merkmale für einen Beruf:

  • Ein bestimmtes Expertenwissen und -können (Berufsbild)
  • Ein reguliertes Ausbildungssystem zur Ausbildung des Expertentums
  • Eine Berufsorganisation, die den Berufsstand vertritt und Zulassung wie auch Ausbildung regelt
  • Berufs- und Standesregeln (Berufsethik)

Für die Interne Revision trifft dies derzeit in vollem Umfang noch nicht zu. Wohl gibt es einen Common Body of Knowledge (Expertenwissen) und auch ein entsprechendes Können, aber es wird nicht in einem regulierten Ausbildungssystem vermittelt; die Fachexamen werden von einem privaten Verein abgenommen.

Die Standesorganisation ist ebenfalls vereinsrechtlich organisiert, was die Akzeptanz natürlich ein Stück weit einschränkt. Die Berufs- und Standesregeln schließlich sind Bestandteil des Examens zum Certified Internal Auditor und gelten insoweit nicht für alle Internen Revisoren.

Standards für die Berufliche Praxis der Internen Revision

Standards für die Interne Revision stellen ein offenes System von Handlungsregelungen für die Ausübung der Revisionstätigkeit dar. Sie bieten eine Orientierung für die tägliche Arbeit und sind Grundlage für eine Qualitätsbeurteilung.

Standards können individuelle Lösungen für einzelne Unternehmen oder Branchen allerdings erschweren Ebenso besteht ein Risiko, dass Best practice durch Mittelmaß ersetzt werden könnte. Branchenunabhängige Standards sind auf Grund der Vielfalt der Unternehmen kaum denkbar. Ebenso muss bedacht werden, dass kleine Abteilungen Probleme bei der Umsetzung haben könnten.