Das Berufsbild des Internen Revisors

Das Berufsbild des Internen Revisors gewinnt auf der fachlichen Seite klare Konturen über die seit dem Ende der 90er Jahre erfolgende Etablierung des Examens zum Certified Internal Auditor (CIA), das in Deutschland vom amerikanischen Dachverband übernommen worden ist. Neben fachlichen Aspekten spielen aber die personenbezogenen Anforderungen an interne Revisoren eine mindestens genauso große Rolle, die es in ein umfassendes Anforderungsprofil zu transformieren gilt.


Hierbei ist insbesondere der beraterische und wissensvermittelnde Aspekt von Prüfungen von zunehmender Bedeutung, wie er sich auch in der Definition der Internen Revision des amerikanischen Dachverbandes ausdrückt. Interne Revisoren müssen, um ernst genommen zu werden, die unternehmerische Praxis beurteilen können und auf dieser Grundlage Maßnahmen vorschlagen, die dem Management helfen, die Steuerungs- und Überwachungsprozesse zu verbessern. Dies ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

Dabei hat der beratende Aspekt von Prüfungen generell eine große Aufwertung erfahren. Im Idealfall ergeben sich aus den Prüfungen Informationen für den Geprüften, die er noch nicht besaß oder die ihm nicht bewußt waren. Insbesondere sind nur solche Empfehlungen wertsteigernd, die auf Akzeptanz bei den Geprüften stoßen: Der Zukunftsbezug von Empfehlungen spielt eine Schlüsselrolle. In diesem Sinne spricht Lück davon, dass eigenständige Beiträge der Internen Revision zur Zukunftssicherung des Unternehmens (...) noch mehr als in der Vergangenheit und noch mehr als in der Gegenwart an Bedeutung gewinnen.