Perspektiven für Interne Revisoren

Wie Amling und Bischoff (ZIR 1999) in einem älteren Beitrag zutreffend ausführten, werden die Grundsätze für die berufliche Praxis zunehmende Bedeutung erfahren. In Ermangelung eines eigenen Regelwerks, das den Erfordernissen der deutschen Revisionspraxis angemessen wäre, hat das DIIR die amerikanischen Standards übernommen, ohne seine eigenen deutschen Revisionsstandards jemals offiziell außer Kraft zu setzen.


Als gleichermaßen sicher kann angenommen werden, dass zumindest auf der fachlichen Seite der Certified Internal Auditor das Berufsbild auch in Deutschland zukünftig weiterhin maßgeblich mitbestimmen wird. Weil in diesem Examen die personenbezogenen Aspekte vernachlässigt werden, muss dieser Teil des Anforderungsprofils durch zusätzliche Entwicklungsmaßnahmen abgedeckt werden.

Das Berufsbild interner Revisor gewinnt im fachlichen Bereich klare Konturen über die Ausbildung zum Certified Internal Auditor. Dies ist ganz klar die aktuelle Entwicklung. Sie geht langsam voran, wird aber getrieben von der Erwartungshaltung der Unternehmen, über das Fachexamen über tendentiell besser qualifizierte Revisoren zu verfügen. Vorangetrieben wird die Entwicklung vom Markt der Nachfrager für Revisionsdienstleistungen.

Richtig ist, dass der Beruf interner Revisor nicht nur anspruchsvoll, sondern attraktiv ist. Die persönlichen wie auch die fachlichen Anforderungen an die Angehörigen dieses Berufsstandes sind bereits jetzt hoch; dass die Realität in den Revisionsabteilungen zum Teil heute noch anders aussieht, steht dem nicht entgegen.

Die beruflichen Perspektiven für interne Prüfer sind sehr gut. Die Nachfrage nach Prüfungsleistungen, ob sie nun intern oder extern gedeckt wird, ist groß: Umfang und Art der Tätigkeit der Internen Revision befinden sich in einem Spannungsfeld unterschiedlicher Entwicklungsrichtungen. Insbesondere die Überwachungsnotwendigkeiten im Unternehmen und die Erwartungshaltung von Bezugsgruppen lassen erwarten, daß die Nachfrage nach Prüfungsleistungen insgesamt steigen wird. (Amling & Bischoff, ZIR 1999, S. 44)

Bereits jetzt sind die Suchdauern der Unternehmen relativ lang, und bei der Besetzung von Führungspositionen tun sie sich relativ schwer. Dies ist negativ für die Unternehmen, aber positiv für alle gut qualifizieren Revisoren.