Der gesamte Bauprozess (von der Projektentwicklung bis zur Übergabe) kann in sachlich abgegrenzte Prüfungsfelder aufgeteilt werden.

Nach der Übergabe des Gebäudes an den Bauherrn schließt sich die Nutzungsphase des Gebäudes an, die letztlich mit dem Abbruch oder der Verwertung des Gebäudes endet. Auch dieser Prozess kann auf die gleiche Art strukturiert werden. Es ergeben sich insgesamt acht Prüfungsfelder:

  • Projektmanagement
  • Ausschreibung und Vergabe von Architekten- und Ingenieurleistungen
  • Durchführung der Planungsleistungen
  • Ausschreibung und Vergabe von Bauleistungen
  • Bauausführung
  • Änderungsmanagement incl. Nachtragsmanagement
  • Abrechnung von Planungs- und Bauleistungen incl. aller Nachträge
  • Abnahme der Planungs- und Bauleistungen

Eine qualifizierte Baurevision wird sich in diesen Themenfelder heimisch fühlen müssen. Die hierfür erforderlichen Kompetenzen umfassen methodische Fähigkeiten wie das Projektmanagement, technische Kompetenzen, juristische Kompetenzen und kaufmännische Kompetenzen. Der Beruf Baurevisor ist damit äußerst fordernd, verlangt laufende Fortbildung und ist sicherlich anspruchsvoll.

Die Durchführung der Prüfung kann je nach Projektstand zum Zeitpunkt der Prüfung als ex-ante oder als ex-post Prüfung durchgeführt werden. Projektbegleitende Prüfungen sind dabei nach unseren Erfahrungen zu bevorzugen, da festgestellte Risiken sofort minimiert oder eliminiert und Einsparpotentiale realisiert werden können.

Auch das Thema Wirtschaftskriminalität im Bauwesen muss zwangsläufig das Kompetenzspektrum einer Internen Revision umfassen. Hierbei sind die Prävention, die Durchführung von Sonderuntersuchungen und auch Schulungsmaßnahmen Leistungen, die ein Baurevisor erbringen kann.

Weiter zu typischen Schwachstellen im Bauprozess...