Aufgaben der Internen Revision

Vorstand bzw. Geschäftsführung delegieren die Überwachung auch des Compliance-Systems in der Regel an die Interne Revision. Daraus ergibt sich, dass die Interne Revision bei ihrer Prüfungsplanung Compliance-Themen berücksichtigen muss, sofern sie ein wesentliches Risiko für das Unternehmen darstellen.


Dass Complianceverstöße zu wesentlichen Risiken für ein Unternehmen führen können, dürfte unstrittig sein. Verwiesen wird beispielsweise auf die Strafbewehrung von Korruptionsstraftaten oder Verstöße gegen das Kartellrecht, die regelmäßig mit dem Risiko von exorbitant hohen Bußgeldern verbunden sind. Beiden Sachverhalten ist darüber hinaus gemeinsam, dass sie sehr schnell sehr großes Interesse in den Medien finden, was im Falle der Kartellrechtsverstöße auch zur Strategie der Europäischen Kommission gehört.

Die Anwendung des risikoorientierten Prüfungsansatzes ist darum von erheblicher Bedeutung für den Ressourceneinsatz und die Auswahl der Prüffelder. Die Anwendung dieses Ansatzes stellt sicher, dass die Interne Revision ihre Ressourcen auf wesentliche Risiken für das Unternehmen konzentriert und damit auch die Erreichung des Zieles Compliance gewährleistet.

Es besteht für die Interne Revision eine aus dem beruflichen Sorgfaltsgebot abgeleitete Pflicht, sich solcher Compliancethemen annehmen zu müssen, die für das Unternehmen zu einer Bestandsgefährdung oder zu wesentlichen Risiken führen können. Die berufliche Sorgfaltspflicht wiederum ist in den Standards für die Berufliche Praxis der Internen Revision kodifiziert.

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